Du hast keine Wahl…

Plötzlich wollen alle „Omakase“. Was steckt hinter dem aus Japan kommenden Trend – genussvoller Kontrollverlust oder die Erkenntnis, dass die Küche besser weiß, was uns schmeckt, als wir selbst?

Tokio, Tsukiji, etwa um acht Uhr in der Früh. Die spektakulären Thunfisch-Auktionen waren zu diesem Zeitpunkt zwar längst absolviert, der Großteil der an die 2.000 Tonnen Fisch, die hier täglich gehandelt wurden, hatte schon vor Stunden seine Besitzer gefunden. Für Touristen war der weltgrößte Fischmarkt aber auch zu dieser morgendlichen Stunde eine absolute Sensation.


Shiki Omakase Vorigen November war es so weit, Joji Hattori eröffnete Wiens erstes Omakase-Restaurant im klassischen japanischen Sinn: Sushi auf höchstem Niveau, vor den Augen der maximal acht Gäste zubereitet. Shiki-Küchenchef Alois Traint hat sich während der vergangenen Jahre sehr intensiv mit japanischer Küchentechnik und -Philosophie befasst, davon kann man sich hier überzeugen. Elf Gänge kommen auf € 298,–, in der Version „Akasaka“ mit Wagyu-Rind und Kaviar auf € 448,–.