Lokal-Kolorit
Lokalkritik: 448 Euro für ein Menü im Shiki Omakase
Das Luxusmenü mit Wagyu und Kaviar ist wohl das teuerste Österreichs. Das Shiki Omakase legt aber auch in Sachen Qualität und Erlebnis die Latte denkbar hoch.
13.12.2025 um 15:00 von Anna Burghardt
Mindestalter: 16 Jahre. So wie man es auch in der nahen Albertina modern für die aktuelle Ausstellung von Marina Abramović hält. Das neue Shiki Omakase, das wie das Shiki mit seiner Sakethek und der Kochschule dem Dirigenten Joji Hattori gehört, hat noch weitere Regeln parat: Vegetarische Optionen gibt es nicht, und es gilt, pünktlich zu sein. Das alles liest sich womöglich wenig gastfreundlich, hat aber seine Berechtigung.
Der gemeinsame Beginn für alle Gäste etwa – Platz haben lediglich acht – hängt nicht nur mit der Art, wie in diesem intimen Minirestaurant im Hinterzimmer der Sakethek serviert wird, zusammen, sondern auch mit dem Timing des Sushireis-Kochens: Der Reis soll auf natürlichem Weg bis auf Hauttemperatur abgekühlt sein, wenn im Menü die Nigiri an der Reihe sind.
